Hello!
Michael Stibane schrieb:
> # I just sent this to the developer list which is, I just noted
afterwards,
> # read only ... d'oooh - sorry. So once again at this place:
No problem, we got both. ;-)
> Hi!
>
> I'm writing an article about OpenThinClient for the german Linux
> Intern magazine (Data Becker, issue 04/08 or 01/09).
>
> Since the docs lack the "Boot process demystified" part I digged a bit
> into the directories and came up with this text:
>
> ----------
> Kasten
> Technik unter der Haube
> Für das Funktionieren von OpenThinClient ist der JBoss
> Applikationsserver zuständig. Mit dieser Software bauen die Entwickler
> diverse Netzwerk-Dienste nach, die für eine Thin-Client-Umgebung
> unerlässlich sind. Welche das sind, lesen Sie aus den Dateinamen im
> Unterverzeichnis server/default/data/nfs/root/deploy/ ab. Hier finden
> Sie unter anderem einen DHCP-Proxy, TFTP- und NFS-Dienste. Sendet ein
> PXE Bootrom die Broadcast-Anfrage nach einer IP-Adresse aus,
> registriert das der DHCP-Proxy. Bekommt der Client die IP-Adresse,
> folgt die Suche nach einem TFTP-Server im Netz. Ist der Thin Client
> über seine Mac-Adresse in der Verwaltung erfasst, antwortet der JBoss,
> dass er diese Service-Anfrage erfüllen kann und liefert das für den
> Thin Client in der Verwaltung konfigurierte Kernel-Image (vmlinuz)
> nebst der initialen Ramdisk (initrd.img) aus dem Verzeichnis
> server/default/data/nfs/root/tftp aus.
Hmmm, ja, fast schon richtig. :-)
Der PXE-Teil wird hier recht ausführlich beschrieben.
http://www.intel.com/design/archives/wfm/downloads/pxespec.htmIch beschreibe den Teil, den wir einsetzen, hier mal etwas
anschaulicher:
- JBoss startet Unterdienste PXE-Proxy, TFTP, NFS und LDAP,
- PXE-Proxy lauscht auf DHCP-Pakete, die zwischen ThinClient und
dem eigentlichen DHCP-Server ausgetauscht werden,
- wenn er eine DHCP-Offer erkennt, die für einen konfigurierten
ThinClient gedacht ist, sendet er diesem ein weiteres Offer-Paket,
in dem er selbst als Bootserver eingetragen ist,
- der Client reserviert sich beim DHCP-Server im Netz die IP per
DHCP-Request und -Ack
- der Client holt sich die Bootinformationen beim DHCP-Proxy-Dienst
per weiterem DHCP-Request und -Ack
- er holt sich dann per TFTP den pxelinux.0 und startet diesen,
- der pxelinux.0 holt per TFTP die (clientspezifische) pxelinux-Config,
in der Pfad zum Kernel und Initrd sowie Kernelparamter drin stehen
- pxelinux.0 lädt (noch mal per TFTP) Kernel und Initrd und startet den
Kernel, der ab da übernimmt,
- der Kernel führt die Initrd aus, in der dann per NFS das eigentliche
Basissystem von OTC gemounted und anschließend gestartet wird
> Kasten
> Client-Bootvorgang
> Hat der Thin Client Kernel und Ramdisk per TFTP bekommen, beginnt der
> für Linux typische Boot-Prozess. Auf dem Bildschirm des Terminals
> sehen Sie jetzt die weiß/blaue Box einer Bootsplash-Variante mit
> scrollenden Startmeldungen. Genau genommen wird auf dem Client ein
> Live-Medium gestartet. Die initiale Ramdisk mountet zunächst ein
> Squashfs-Dateisystem (server/default/data/nfs/root/sfs/base.sfs), das
> das komplette Wurzelverzeichnis enthält. Die für eine Ubuntu Live-CD
> übliche gute Hardware-Erkennung sorgt dafür, dass Grafikkarte, lokale
> Speichermedien und Sound korrekt erkannt werden. Ist nichts anderes in
> der Verwaltung eingestellt, startet der Xorg-Server mit VESA-Treiber
> in 1024x768 Auflösung bei 16 Bit Farbtiefe und präsentiert den GDM
> Login-Bildschirm. Die Authentifikation der Benutzer erfolgt gegen den
> LDAP des OpenThinClient-Servers, den ebenfalls JBoss serviert. Ist die
Ist vielleicht etwas missverständlich. Der JBoss startet den Dienst
zwar, auf die Pakete lauscht dann aber schon der LDAP-Server selbst,
also nicht wie zum Beispiel der xinetd, der selbst auf dem Port
lauscht und dann erst an den Dienst übergibt.
> Authentifizierung erfolgreich, mountet das Terminal das
> Heimatverzeichnis des in der Verwaltung angelegten Benutzers per NFS.
> Es liegt auf der Server-Platte im Unterverzeichnis
> server/default/data/nfs/home/ von openthinclient/. Gleiches passiert
> übrigens auch mit /var in dem das temporäre Verzeichnis /tmp liegt. In
> der Wurzel verweist dann /tmp per Symlink auf /var/tmp.
>
> Kasten
> Zusatzsoftware im Client
> Über die Verwaltungsumgebung geben Sie Benutzern oder Thin Clients die
> Möglichkeit, auf den Terminals Zusatzsoftware, etwa Firefox, zu
> starten. Diese Zusatzsoftware liegt ebenfalls in Form von
> Squashfs-Images vor. Mit Hilfe eines transparenten Union-Dateisystems
> werden sie einfach auf dem Client eingebunden. Besonders clever wurde
> mit Hilfe der Verwaltung die Vorkonfiguration gelöst. In den
> Heimatverzeichnissen der Benutzer auf dem Server wird zuerst eine
> Verknüpfung für das jeweilige Programm auf dem Desktop in Form einer
> „.desktop"-Datei abgelegt. Diese erscheint dann automatisch beim
> Booten des Terminals nach Anmeldung des Benutzers. Weiterhin legt fast
> jedes Programm unter Linux im Heimatverzeichnis des Benutzers einen
> versteckten Ordner mit individuellen Einstellungen an. Am Beispiel des
> Firefox richten Sie so in der Verwaltung unter anderem eine
> vorgegebene Startseite oder Bookmarks ein, die beim Start des Browsers
> auf dem Thin Client vorhanden sein sollen. Physikalisch existieren
> diese Einstellungsdateien im Heimatverzeichnis des Benutzers auf dem
> Server, etwa unter
> server/default/data/nfs/home/test/.mozilla/firefox/.
> ---------
>
> Please proofread the above, correct where I'm wrong and add what I
missed.
>
> Big thanx in advance!
>
> --
> Best!
> STIBS
>
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