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Re: modules/MakefileAm Montag, den 30.05.2005, 04:11 +0200 schrieb David Haller:
> Am Thu, 19 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >Am Donnerstag, den 19.05.2005, 06:04 +0200 schrieb David Haller: > >> Am Sat, 06 Nov 2004, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >> Ich mag die Schrift meiner Tageszeitung[2], die speziell fuer die StZ > >> entwickelt wurde. Bis auf ein paar Details eine sehr gelungene, schoene > >> und lesbare Schrift. > > > >Das ist keine Eigenentwicklung, es handelt sich um die "Gulliver". Kann > >man hier kaufen: > >http://www.gerardunger.com/fontstore/store-gulliver.html > > > >Vermutlich hat sie für die Zeitung eine Nachbearbeitung erfahren, um sie > >für den Tageszeitungsdruck zu optimieren. Aber die isses. > > Nein. Ich hab aber die Beispiele jetzt nur kurz angeschaut. Die > Buchstabenformen sind aber IMO deutlich anders. Du kannst mit dem Acrobat Reader auch die Namen der eingebetten Fonts abrufen. Wenn die Schrift verändert wird, ändert man auch den Namen - etwa in der Art "TimesFAZ" oder so. > Und IIRC hat die StZ auch einen (anderen) Typographen beauftragt die > Schrift zu gestalten. Da gab's ne extra-Seite damals, ueber die neue > Schrift und das neue Layout (Ecken statt Kasten)... Das ist durchaus üblich. Wie gesagt - normale Fonts kann man im Rotationsdruck gar nicht verwenden, die sind für kleinere Apparate optimiert. > Hm. Ich sollte meinen Scanner mal wieder anschliessen, dann kann ich > dir ein Beispiel so einscannen, dass du auch gescheit die Schrift > erkennst. > > Ansonsten kannst du (oder ich, mich interessiert das ja auch selbst) > sicher die StZ fragen, welche Schrift das von wem ist usw. Oder > nachfragen, wo diese Sonderseite zu finden ist, denn sie muesste > eigentlich ja im Archiv sein... Im Archiv ist anscheinend nix. Ansonsten: http://www.myfonts.com/WhatTheFont/ > >> Dann mag ich die Garamond als Brotschrift, die ist > >> in Buechern einfach gut zu lesen. Und die Meridien von Frutiger mag ich > >> vom aesthetischen Gesichtspunkten (habe sie aber nicht)... > >> > >> Aber Courier? *schauder* > > > >Courier ist keine gute Schrift für Print. Für Screen schon. > > Ich seh' das eher genau andersrum. Die Courier (New) taugt -- wenn > ueberhaupt -- dann fuer Print... Damit ist kaum Fliesstext zu machen - das wird einfach zu lang. Für Print würde ich sie daher eher als Headline- oder Unterzeilen sehen. Computertexte sind i.d.R. kürzer, da geht das und ist dann sogar recht klar. Bei langen Texten wird es allerdings eng. Aufgrund ihrer offenen Grundform wirkt sie allerdings eher freundlich und weniger "bleiwüstig" als reine Satzschriften. Finde ich. Gruß, Ratti -- -o) fontlinge | Fontmanagement for Linux | Schriftenverwaltung in Linux /\\ http://freshmeat.net/projects/fontlinge/ _\_V http://www.gesindel.de https://sourceforge.net/projects/fontlinge/ |
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Re: modules/MakefileHallo, Am Mon, 30 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: >Am Montag, den 30.05.2005, 04:11 +0200 schrieb David Haller: >> Am Thu, 19 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: >> >Am Donnerstag, den 19.05.2005, 06:04 +0200 schrieb David Haller: >> >> Am Sat, 06 Nov 2004, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >> >> Ich mag die Schrift meiner Tageszeitung[2], die speziell fuer die StZ >> >> entwickelt wurde. Bis auf ein paar Details eine sehr gelungene, schoene >> >> und lesbare Schrift. >> > >> >Das ist keine Eigenentwicklung, es handelt sich um die "Gulliver". Kann >> >man hier kaufen: >> >http://www.gerardunger.com/fontstore/store-gulliver.html >> > >> >Vermutlich hat sie für die Zeitung eine Nachbearbeitung erfahren, um sie >> >für den Tageszeitungsdruck zu optimieren. Aber die isses. >> >> Nein. Ich hab aber die Beispiele jetzt nur kurz angeschaut. Die >> Buchstabenformen sind aber IMO deutlich anders. > >In den PDFs ist sie das aber. *huch* PDFs? Wo? Ah. Demo-Version von http://digital.stuttgarter-zeitung.de/ $ pdffonts /tmp/digiPaper_24E0765CE5106C8F0EFB7BF6323994BA.pdf name type emb sub uni object ID ------------------------------------ ------------ --- --- --- --------- Helvetica Type 1 no no no 39 0 DKLNAM+GulliverRegularRoman Type 1C yes yes yes 9 0 DKLODM+GulliverRegularItalic Type 1C yes yes yes 15 0 DKLPCE+GulliverSemiBold Type 1C yes yes yes 23 0 DKPGOO+EuropeanPi-Three Type 1C yes yes no 45 0 DKPIJE+DTLArgoT-Bold Type 1C yes yes yes 36 0 Hm. Mist. Die vom 18. (obige Datei ist die Titelseite vom 18.) ist glaube ich im Altpapier gelandet (das war am Sa.). Komisch. Mir schien die Gulliver eigentlich anders, und wie gesagt schrieb die StZ damals, als die Schrift umgestellt wurde, davon, dass eben ein Schriftdesigner eine eigene Schrift erstellt haette... Ich schau mal, dass ich mal direkt ein PDF und die Printausgabe vergleiche... Wie dem auch sei: die Gulliver scheint mir jedenfalls auch sehr angenehm zu lesen (am Bildschirm das PDF bei >= 150%, besser 200%). Viel besser als die meisten Schriften von Zeitungen. Z.B. viel besser als Times. Hm. Koennte sein, dass der Typograph die Schrift v.a. bzgl. Kerning und Ligaturen usw. auf die schmalen Spalten der Zeitung optimiert hat. Achso, und wo wir schon dabei sind: wie findest du das Layout / die Typographie der Zeitung sonst? Jedenfalls: danke auch fuer den link ;) >Du kannst mit dem Acrobat Reader auch die Namen der eingebetten Fonts >abrufen. Wenn die Schrift verändert wird, ändert man auch den Namen - >etwa in der Art "TimesFAZ" oder so. Ja, sollte man zumindest ;) Aber ich ziehe pdffonts vor. >> Und IIRC hat die StZ auch einen (anderen) Typographen beauftragt die >> Schrift zu gestalten. Da gab's ne extra-Seite damals, ueber die neue >> Schrift und das neue Layout (Ecken statt Kasten)... > >Das ist durchaus üblich. Wie gesagt - normale Fonts kann man im >Rotationsdruck gar nicht verwenden, die sind für kleinere Apparate >optimiert. -v? Die Schrift wurde hinsichtlich der zeitungstypischen Kriterien Lesbarkeit bei geringer Laufweite und dem Zeitungsdruck (rel. geringe Aufloesung? rel. duennes/schlechtes Papier) angepasst/entwickelt... Ich hab' grad mal das Raster bei den Graubalken (das Quadrat vor Verweisen bzw. die "Unterstreichung" unter "HEUTE" auf der Titelseite) ausgezaehlt und komme auf ~5-6 Rasterpunkte / mm also rechnerisch 127-152 dpi. Also vermutlich 150dpi ;) Ja, ich kann (ohne Lupe!) das Raster sehen und sogar auszaehlen, zumindest bei genuegend Licht und einem Abstand von ca. 10cm ;) Aber dennoch reichen mir die 75dpi meines Monitors $ xdpyinfo | grep dimen dimensions: 1152x864 pixels (390x293 millimeters) auch, weil ich da i.d.R. >= 30cm Abstand halte ;) >> Hm. Ich sollte meinen Scanner mal wieder anschliessen, dann kann ich >> dir ein Beispiel so einscannen, dass du auch gescheit die Schrift >> erkennst. >> >> Ansonsten kannst du (oder ich, mich interessiert das ja auch selbst) >> sicher die StZ fragen, welche Schrift das von wem ist usw. Oder >> nachfragen, wo diese Sonderseite zu finden ist, denn sie muesste >> eigentlich ja im Archiv sein... > >Im Archiv ist anscheinend nix. Ich frag' evtl. mal per Mail, falls obiges nicht schon reicht. >Ansonsten: http://www.myfonts.com/WhatTheFont/ Duerfte sich eruebrigen. >> >> Dann mag ich die Garamond als Brotschrift, die ist >> >> in Buechern einfach gut zu lesen. Und die Meridien von Frutiger mag ich >> >> vom aesthetischen Gesichtspunkten (habe sie aber nicht)... >> >> >> >> Aber Courier? *schauder* >> > >> >Courier ist keine gute Schrift für Print. Für Screen schon. >> >> Ich seh' das eher genau andersrum. Die Courier (New) taugt -- wenn >> ueberhaupt -- dann fuer Print... > >Sie ist relativ unruhig und verlangt deswegen nach großen Schriftgrößen. Ja. Das "unruhig" stoert mich halt sehr, _besonders_ am Bildschirm. Es gibt wesentlich bessere "Typewriter" und Bildschirmschriften. >Damit ist kaum Fliesstext zu machen - das wird einfach zu lang. Für >Print würde ich sie daher eher als Headline- oder Unterzeilen sehen. Ich wuerde sie gleich ganz weglassen und durch eine geeignetere Schrift ersetzen (z.B. die Gulliver ;). >Computertexte sind i.d.R. kürzer, Bitte? -> man bash, man -k perl usw. Ich habe selbst schon mails mit mehr als 50k (> 1000 Zeilen) geschrieben... Das ist lang genug -- und v.a. so anspruchsvoll, dass man nicht auch noch unnoetig Ressourcen fuer die Schrifterkennung vergeuden sollte ;) >da geht das und ist dann sogar recht klar. Bei langen Texten wird es >allerdings eng. Aufgrund ihrer offenen Grundform wirkt sie allerdings >eher freundlich und weniger "bleiwüstig" als reine Satzschriften. >Finde ich. Und ich finde, die Courier sieht am Bildschirm einfach nicht gut aus. Mag sein, dass das bei dir dank AA und Quartz oder warum auch immer anders ist, aber bei mir ist die Courier einfach nur untauglich als Bildschirmschrift. Zumal sie mir fuer praktisch alle Anwendungen auch einfach zu breit laeuft. Apropos "zu breit laufen": deswegen verwende ich in Menues etc. die Helvetica... Ansonsten aber die misc-fixed von ~mgk. Hm. Da faellt mir ein, dass ich mal was mit misc-fixed ausdrucken sollte... -dnh -- Ich will schliesslich so bleiben wie Ich bin. Zwar nicht immer, aber immer öfter. [WoKo in dag°] ------------------------------------------------------- This SF.Net email is sponsored by Yahoo. Introducing Yahoo! Search Developer Network - Create apps using Yahoo! 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Re: modules/MakefileAm Dienstag, den 31.05.2005, 05:04 +0200 schrieb David Haller:
> Am Mon, 30 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >Am Montag, den 30.05.2005, 04:11 +0200 schrieb David Haller: > >> Am Thu, 19 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >> >Am Donnerstag, den 19.05.2005, 06:04 +0200 schrieb David Haller: > >> >> Am Sat, 06 Nov 2004, Joerg Rossdeutscher schrieb: > >> Nein. Ich hab aber die Beispiele jetzt nur kurz angeschaut. Die > >> Buchstabenformen sind aber IMO deutlich anders. > > > >In den PDFs ist sie das aber. > > *huch* PDFs? Wo? Ah. Demo-Version von http://digital.stuttgarter-zeitung.de/ > > $ pdffonts /tmp/digiPaper_24E0765CE5106C8F0EFB7BF6323994BA.pdf > name type emb sub uni object ID > ------------------------------------ ------------ --- --- --- --------- > Helvetica Type 1 no no no 39 0 > DKLNAM+GulliverRegularRoman Type 1C yes yes yes 9 0 > DKLODM+GulliverRegularItalic Type 1C yes yes yes 15 0 > DKLPCE+GulliverSemiBold Type 1C yes yes yes 23 0 > DKPGOO+EuropeanPi-Three Type 1C yes yes no 45 0 > DKPIJE+DTLArgoT-Bold Type 1C yes yes yes 36 0 > > Hm. Mist. Die vom 18. (obige Datei ist die Titelseite vom 18.) ist > glaube ich im Altpapier gelandet (das war am Sa.). Distiller, um Namenskonflikte zwischen eingebetteten und lokal installierten Schriften zu vermeiden, siehe embedded und subset "yes". > Hm. Koennte sein, dass der Typograph die Schrift v.a. bzgl. Kerning > und Ligaturen usw. auf die schmalen Spalten der Zeitung optimiert hat. Vermutlich hauptsächlich für das Druckverfahren/Papier. Dann macht es nämlich Sinn, dass sie in den PDFs eben *nicht* verwandt wurde: Die wenigsten Leute haben zuhause eine Rotationsoffsetmaschine, und auf "normalen" Geräten ist die unmodifizierte Originalschrift vermutlich besser. Es steht zu erwarten, dass alles einscannen nichts bringen wird: Die Veränderungen des Fonts sind vermutlich dahingehend erfolgt, dass die modifizierte Schrift im Rollenoffset so aussieht wie die unmodifizierte auf dem Laserdrucker. Das bei der Gelegenheit noch noch eine oder andere zurechtgeschubst wurde ist klar. > Achso, und wo wir schon dabei sind: wie findest du das Layout / die > Typographie der Zeitung sonst? He, ich bin kein Setzer... ehrlich gesagt: Etwas löchrig. Möglicherweise liegt das daran, dass ihre Druck-Version der Schrift noch etwas anders läuft. Das würde allerdings nichts an den Umbrüchen ändern, und da fällt mir auf, dass extrem wenig getrennt wird, was die Löscher erklären könnte. Zeitungssatz ist halt schwierig... > >> Und IIRC hat die StZ auch einen (anderen) Typographen beauftragt die > >> Schrift zu gestalten. Da gab's ne extra-Seite damals, ueber die neue > >> Schrift und das neue Layout (Ecken statt Kasten)... > > > >Das ist durchaus üblich. Wie gesagt - normale Fonts kann man im > >Rotationsdruck gar nicht verwenden, die sind für kleinere Apparate > >optimiert. > > -v? Schlechtes Papier mit hoher Saugfähigkeit. Deswegen, und wegen der hohen Geschwindigkeit: Viel Farbe auf der Maschine. Hohe Auflage unter Zeitdruck. Das einzige, was noch schlechter aussieht, ist Kartoffeldruck. :-) Deswegen müssen die Punzen aufgemacht werden, die Laufweite vergrössert und so. Dazu kommt, dass die klassischen Satzschriften von analogen Vorlagen digitalisiert wurden. Sprich: Blei und Holzlettern. Wenn du mit einer Letter druckst, dann wird die auf das Papier gequetscht. Die Farbe quillt dann an den Seiten raus. Der gedruckte Buchstabe ist deswegen fetter als die Letter. Das ist beim digitalisieren der Fonts i.d.R. nicht beachtet worden, deswegen hat gedruckte Schrift heutzutage zweimal "physikalisch" eins drüber bekommen: Die Fontdatei ist eigentlich schon ein Abbild des zermatschten Originals, und das bekommt dann beim Drucken nochmal die Eigenarten der Druckmaschine mit. Darüberhinaus sind Schriften unabhängig von ihrer Punktgrösse digitalisiert worden. Es heisst aber nicht umsonst "Schnitte": Früher hat man für jede Grösse einen Buchstaben anders aus dem Material geschnitten. Wenn man das O fünfmal so gross gemacht hat, dann hat man den Innenkreis und den Aussenkreis nicht sklavisch um exakt 500% vergrössert, sondern die Eigenarten entsprechend angepasst und ihn dicker oder dünner gemacht. Wer also Bücher oder Zeitungen druckt, tut gut daran, seinen "Allround-Font" auf die Verwendung zu optimieren. Das heisst i.d.R.: Es gibt ein oder zwei Schriftgrößen, fertig. Und das alles läuft über eine Maschine, der man den Font auf den Leib schneidert. > Ich hab' grad mal das Raster bei den Graubalken (das Quadrat vor > Verweisen bzw. die "Unterstreichung" unter "HEUTE" auf der Titelseite) > ausgezaehlt und komme auf ~5-6 Rasterpunkte / mm also rechnerisch > 127-152 dpi. Also vermutlich 150dpi ;) Das ist verwunderlich. 150 dpi sind ein 60er Raster, das ist ziemlich gut. Als ich das letzte mal in der Druckvorstufe gearbeitet habe, war ein 70er für Fotobücher etc. so ziemlich das höchste der Gefühle. Tageszeitung ist eigentlich eher 28er bis 34er, höchstens 48er. Also 70-120 Linien/cm. > Und ich finde, die Courier sieht am Bildschirm einfach nicht gut aus. > Mag sein, dass das bei dir dank AA und Quartz oder warum auch immer > anders ist, aber bei mir ist die Courier einfach nur untauglich als > Bildschirmschrift. Zumal sie mir fuer praktisch alle Anwendungen auch > einfach zu breit laeuft. Ich wechsel meine Fonts eh öfter mal und habe schon länger keine Courier mehr. Derzeit isses Vera oder Verdana, ich weiss gar nicht... Gruß, Ratti -- -o) fontlinge | Fontmanagement for Linux | Schriftenverwaltung in Linux /\\ http://freshmeat.net/projects/fontlinge/ _\_V http://www.gesindel.de https://sourceforge.net/projects/fontlinge/ |
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Re: modules/MakefileHallo, Am Wed, 01 Jun 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: >Am Dienstag, den 31.05.2005, 05:04 +0200 schrieb David Haller: >> Am Mon, 30 May 2005, Joerg Rossdeutscher schrieb: [..] >> Hm. Koennte sein, dass der Typograph die Schrift v.a. bzgl. Kerning >> und Ligaturen usw. auf die schmalen Spalten der Zeitung optimiert hat. > >Vermutlich hauptsächlich für das Druckverfahren/Papier. > >Dann macht es nämlich Sinn, dass sie in den PDFs eben *nicht* verwandt >wurde: Die wenigsten Leute haben zuhause eine Rotationsoffsetmaschine, >und auf "normalen" Geräten ist die unmodifizierte Originalschrift >vermutlich besser. Ack. Wobei die Schrift ja prinzipiell so konzipiert ist.... Dummerweise haben die .jpg (wenn du in der Demo einen Artikel anklickst bekommst du den Text und dort dann einen JPEG Knopf). Ich habe mir jetzt das PDF von Unger gesaugt, wo auch die Sonderzeichen mit dabei sind... Wie's scheint waren die Modifizierungen fuer die StZ wohl doch eher marginal. Hm. >> Achso, und wo wir schon dabei sind: wie findest du das Layout / die >> Typographie der Zeitung sonst? > >He, ich bin kein Setzer... ehrlich gesagt: Etwas löchrig. Ist mir nie aufgefallen ;) Ich lese nicht taeglich alle Artikel ;) >Möglicherweise liegt das daran, dass ihre Druck-Version der Schrift >noch etwas anders läuft. s.o. Das ist es wohl doch nicht. Das PDF sieht aber -- je nach Vergroesserung(!) -- rein subjektiv doch etwas unruhiger aus als die Printversion, vermutlich wg. verschiedener Rasterung plus ggfs. Aliasing usw., schliesslich hat mein Monitor eben nur 75dpi. >Das würde allerdings nichts an den Umbrüchen ändern, und da fällt >mir auf, dass extrem wenig getrennt wird, was die Löscher erklären >könnte. Zeitungssatz ist halt schwierig... Ah ja, ein Beispiel: die Zeile "Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein" in der 2ten Spalte des "Simonis ..." Artikels. Wobei ich es angenehmer finde, wenn auch beim Zeitungssatz nicht ganz so aggressiv getrennt wird, wie das manche Zeitungen handhaben (um eben _keine_ Loecher zu haben)... Das fuehrt dann ggfs. zu Urin- stinkt und aehnlichen Trennungen *eg* Da nehm ich liebend gerne auch Loecher in Kauf. Es gibt ja AFAIK Zeitungen/Zeitschriften, die gnadenlos, ohne Beachtung jeglicher Trennregeln, trennen... Da faende man dann z.B. eben 'Urins- tinkt' oder 'Uri- nstinkt'... >> >> Und IIRC hat die StZ auch einen (anderen) Typographen beauftragt die >> >> Schrift zu gestalten. Da gab's ne extra-Seite damals, ueber die neue >> >> Schrift und das neue Layout (Ecken statt Kasten)... >> > >> >Das ist durchaus üblich. Wie gesagt - normale Fonts kann man im >> >Rotationsdruck gar nicht verwenden, die sind für kleinere Apparate >> >optimiert. >> >> -v? > >Schlechtes Papier mit hoher Saugfähigkeit. Deswegen, und wegen der hohen >Geschwindigkeit: Viel Farbe auf der Maschine. Hohe Auflage unter >Zeitdruck. Das einzige, was noch schlechter aussieht, ist >Kartoffeldruck. :-) >Wenn du mit einer Letter druckst, dann wird die auf das Papier >gequetscht. Die Farbe quillt dann an den Seiten raus. Der gedruckte >Buchstabe ist deswegen fetter als die Letter. Klar. Wobei mir der Druck der StZ auch bei naeherem Hinsehen durchaus nicht schlecht vorkommt. IMO sogar besser als manch ein Taschenbuch, das ich schon in den Fingern hatte... Hm. Wenn die Demoversion wieder aktualisiert wird koennte ich dir die passende Papierversion schicken... Und von den Nachbarn/Mutter mir auch die eine Seite behalten ;) >Darüberhinaus sind Schriften unabhängig von ihrer Punktgrösse >digitalisiert worden. Es heisst aber nicht umsonst "Schnitte": Früher >hat man für jede Grösse einen Buchstaben anders aus dem Material >geschnitten. Wenn man das O fünfmal so gross gemacht hat, dann hat man >den Innenkreis und den Aussenkreis nicht sklavisch um exakt 500% >vergrössert, sondern die Eigenarten entsprechend angepasst und ihn >dicker oder dünner gemacht. ACK. Das ist (auch) ein Grund, warum ich Metafont und speziell die Computer Modern (und Abkoemmlinge, speziell die "Latin Modern" ("lm")) mag: die sind dank Metafont von vornherein so parametrisiert, dass man eben aus einer Zeichendefinition durch drehen an den Parametern viele Formen generieren kann, vgl. z.B. cmr5/cmr10/cmr17 und deren Parameter (kpsewhich cmr10.mf). Und das wird auch bei der lm so beruecksichtigt: $ ls /usr/local/share/texmf/fonts/type1/public/lm/lmr[0-9]*.pfb | xargs -n 1 basename | fmt lmr10.pfb lmr12.pfb lmr17.pfb lmr5.pfb lmr6.pfb lmr7.pfb lmr8.pfb lmr9.pfb Die Unterschiede zwischen 5, 10 und 17 sieht man sogar als Laie, wenn man die Schriften auf eine Groesse skaliert, z.B. alle auf 17pt. >Wer also Bücher oder Zeitungen druckt, tut gut daran, seinen >"Allround-Font" auf die Verwendung zu optimieren. Das heisst i.d.R.: Es >gibt ein oder zwei Schriftgrößen, fertig. Und das alles läuft über eine >Maschine, der man den Font auf den Leib schneidert. Auch das Konzept kennt Metafont: Die Rasterung (mf -> gf -> pk) wird durch Geraetespezifische Parameter gesteuert, deswegen muss man einen "Metafont-Mode" einstellen, z.B. epscszz fuer den Epson Stylus Color 600 bei 720dpi, oder ljfour fuer den HP Laserjet 4. Schau dir mal die Kommentare am Anfang von modes.mf an, genauer: less '+/Technically' `kpsewhich modes.mf` Und vielleicht die Parameter fuer den ein oder anderen Drucker ;) Wobei ich es interessant finde, sich zwischendurch klarzumachen, seit wann diese Konzepte fast unveraendert implementiert sind: ==== CTAN:/systems/knuth/mf/mf.web ==== % Version 0 was completed on July 28, 1984. % Version 1 was completed on January 4, 1986; it corresponds to "Volume D". % Version 1.1 trivially corrected the punctuation in one message (June 1986). [..] % Version 1.8 introduced major changes for 8-bit extensions (September 1989). ==== Vgl. auch CTAN:/systems/knuth/tex/tex.web Der optische Randausgleich kam allerdings erst nach 1997 mit pdftex (das auch dvi erzeugen kann) von Han The Thanh. >> Ich hab' grad mal das Raster bei den Graubalken (das Quadrat vor >> Verweisen bzw. die "Unterstreichung" unter "HEUTE" auf der Titelseite) >> ausgezaehlt und komme auf ~5-6 Rasterpunkte / mm also rechnerisch >> 127-152 dpi. Also vermutlich 150dpi ;) > >Das ist verwunderlich. 150 dpi sind ein 60er Raster, das ist ziemlich >gut. Als ich das letzte mal in der Druckvorstufe gearbeitet habe, war >ein 70er für Fotobücher etc. so ziemlich das höchste der Gefühle. >Tageszeitung ist eigentlich eher 28er bis 34er, höchstens 48er. Also >70-120 Linien/cm. Also, ich hab jetzt nen Zollstock gefunden und mal dieses graue Quadrat vor einem Hinweis (Demo, Leitartikel, "Schwerpunkt: Der Jobgipfel") vermessen, das scheinen (2mm)^2 zu sein. Und ich komme an der Unterkante auf 6 Punkte + 5 Luecken also 5.5 Rasterpunkte/mm. Im PDF sind die Quadrate schlicht flaechig grau. Wenn es stimmt, dass man aus der Rasterung bei solchen Grau-Flaechen, die Druckaufloesung bestimmen kann, dann waeren das rein rechnerisch eben mindestens '(11 dots / ~2mm) * (25.4 mm / inch)' ~= 140 dpi. Weniger Aufloesung kann es nicht sein, denn ich kann die Punkte eben deutlich unterscheiden und auszaehlen (wenn ich nah genug ran gehe ;) Die Buchstaben des Textes sind aber deutlich "glatter", da ist kein Raster erkennbar. >> Und ich finde, die Courier sieht am Bildschirm einfach nicht gut aus. >> Mag sein, dass das bei dir dank AA und Quartz oder warum auch immer >> anders ist, aber bei mir ist die Courier einfach nur untauglich als >> Bildschirmschrift. Zumal sie mir fuer praktisch alle Anwendungen auch >> einfach zu breit laeuft. > >Ich wechsel meine Fonts eh öfter mal und habe schon länger keine Courier >mehr. Derzeit isses Vera oder Verdana, ich weiss gar nicht... *g* Die Vera hab ich hier nicht, nur unter der 91 die ich bisher praktisch nur zur Installation gebootet habe... Verdana ist aber ne recht gute Bildschirmschrift; und wurde auch genau dafuer entwickelt. Gedruckt sieht Verdana aber eher bescheiden aus. Verdana ist aber eine "proportional" Schrift und somit fuer's xterm, fuer Mail und News ungeeignet. Und fuer Fenstertitel/Menues usw. laeuft sie mir zu breit. Und wie gesagt: am Bildschirm ist Courier einfach nur grausam, und auch gedruckt gibt's bessere Schreibmaschinenschrift-Imitationen. BTW: Verdana und AFAIR Vera/Bera sind Serifenlose, Courier ist eine Schreibmaschinenschrift mit recht (fuer den Bildschirm zu sehr) ausgepraegten Serifen. -dnh PS: Seit heute^Wgestern abend hab ich wieder DSL!!! Mit nominell 2Mbit/s und praktisch (wget) ca. 230-236 kByte/s. JUCHUUU! :-))) -- Prof: So the American government went to IBM to come up with a data encryption standard and they came up with ... Student: EBCDIC! -- snarfed off of Ralph Angenendt ------------------------------------------------------- This SF.Net email is sponsored by Yahoo. Introducing Yahoo! Search Developer Network - Create apps using Yahoo! Search APIs Find out how you can build Yahoo! directly into your own Applications - visit http://developer.yahoo.net/?fr=offad-ysdn-ostg-q22005 _______________________________________________ Fontlinge-devel mailing list Fontlinge-devel@... https://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/fontlinge-devel |
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Re: modules/MakefileMoin,
Am Freitag, den 03.06.2005, 03:56 +0200 schrieb David Haller: > >> Ich hab' grad mal das Raster bei den Graubalken (das Quadrat vor > >> Verweisen bzw. die "Unterstreichung" unter "HEUTE" auf der > Titelseite) > >> ausgezaehlt und komme auf ~5-6 Rasterpunkte / mm also rechnerisch > >> 127-152 dpi. Also vermutlich 150dpi ;) > > > >Das ist verwunderlich. 150 dpi sind ein 60er Raster, das ist ziemlich > >gut. Als ich das letzte mal in der Druckvorstufe gearbeitet habe, war > >ein 70er für Fotobücher etc. so ziemlich das höchste der Gefühle. > >Tageszeitung ist eigentlich eher 28er bis 34er, höchstens 48er. Also > >70-120 Linien/cm. > > Also, ich hab jetzt nen Zollstock gefunden und mal dieses graue > Quadrat vor einem Hinweis (Demo, Leitartikel, "Schwerpunkt: Der > Jobgipfel") vermessen, das scheinen (2mm)^2 zu sein. Und ich komme an > der Unterkante auf 6 Punkte + 5 Luecken also 5.5 Rasterpunkte/mm. Im > PDF sind die Quadrate schlicht flaechig grau. =%-) Aus den Rasterpunkten kann man überhaupt keine Auflösung ermitteln. Ich habe im Hinterkopf immer "lpi" gehabt und "dpi" geschrieben. Also, nochmal von vorne: Aus einem Ausdruck lässt sich die Auflösung nicht mehr ersehen. Mal abgesehen von extremen Werten, bei denen Pixel so riesig sind, dass man sie mit bloßem Auge erkennen kann, was normalerweise nicht der Fall ist. Gängige Auflösungen für Druckfilme fangen bei mindestes 1200dpi an, üblich sind Werte von deutlich über 3000dpi. Die Rasterpunkte sind ihrereseits wieder grafische Objekte, die aus Pixeln in dieser Auflösung zusammengesetzt sind. Die Zeitung druckt geschätzt in 150lpi, aber sicher nicht mit 150dpi. Gruß, Ratti -- -o) fontlinge | Fontmanagement for Linux | Schriftenverwaltung in Linux /\\ http://freshmeat.net/projects/fontlinge/ _\_V http://www.gesindel.de https://sourceforge.net/projects/fontlinge/ |
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